Religiöse Projekttage: Beten mit Kopf, Herz und Hand

In den letzten drei Tagen vor den Osterferien fanden an unserer Schule die religionspädagogischen Projekttage statt. Das gemeinsame Thema lautete in diesem Jahr „Beten“. Die Kinder setzten sich auf ganz unterschiedliche Weise damit auseinander, was Beten bedeutet, wie Menschen in der Bibel gebetet haben und welche Rolle Gebete auch heute noch im Leben spielen können.

Zu Beginn trafen sich die Kinder in ihren Lernhäusern zu einer klassenübergreifenden Einstimmung. Besonders eindrucksvoll war dabei ein Anspiel von zwei Lehrkräften in Lernhaus 2, das die Kinder auf eine Reise durch verschiedene biblische Geschichten mitnahm. Gemeinsam „reisten“ sie zu Jakob, der auf der Flucht war und von Gott neuen Mut zugesprochen bekam. Danach begegneten sie Daniel, der trotz des Verbots weiter zu Gott betete und in der Löwengrube auf wunderbare Weise bewahrt wurde. Auch das Neue Testament wurde lebendig: Jesus erzählt von Gott als einem guten Freund, zu dem wir jederzeit kommen dürfen. Schließlich führte das Anspiel in den Garten Gethsemane, wo Jesus in großer Angst zu Gott betet und seine Freunde bittet, bei ihm zu bleiben. Den Abschluss bildete die Übertragung ins Heute: In einem liebevollen und lebhaften Telefongespräch wurde hör- und sichtbar, dass Gott auch heute nach uns fragt und wissen möchte, wie es uns geht.

Im Anschluss an das Anspiel und am folgenden Tag konnten die Kinder an vielen verschiedenen Stationen arbeiten und das Thema Beten kreativ, musikalisch, meditativ und ganz praktisch entdecken. So wurde das Vaterunser in anderen Sprachen kennengelernt, gesungen und künstlerisch gestaltet. Es entstanden Gebetskarten, Gebetssterne, Gebetsblumen und kleine Gebetsbüchlein. Andere Gruppen backten Kekse mit einem Gebet, beschäftigten sich mit dem Psalm 23, legten Gebetspuzzles, gestalteten Gebetswürfel, malten Mandalas oder probierten ein Gummibärchengebet aus. Auch ein Kahoot-Quiz, Tanz und Taizé sowie der Blick auf Gebete in verschiedenen Religionen gehörten zum vielfältigen Angebot.

Am dritten und letzten Tag der Projekttage fanden in allen Klassen ein gemeinsames Frühstück sowie eine Präsentation der Stationsergebnisse statt. Den feierlichen Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst.

Die Projekttage haben gezeigt, dass Beten viele Ausdrucksformen haben kann: leise oder laut, mit Worten, Liedern, Bildern, Bewegung oder in der Stille. Vor allem aber wurde deutlich, dass Gebet Mut machen, trösten, verbinden und Hoffnung schenken kann.

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